Mittwoch, 30. März 2005, 09:42h
Wombels ultimative Strickmaschinensocke
Ich bin auf der Suche nach der für mich perfekten Strickmaschinensocke und ich glaube, ich habe sie gestern nach langem Puzzeln und Ausprobieren endlich gefunden. Meine Bedingungen: Ich wollte einen rundgestrickten Schaft, damit man die schönen Muster richtig sieht und damit ich nicht zuviel mit Maschenstich zunähen muß. Das ist nämlich so gar nicht meins. Dann wollte ich weg von dem Anschlag mit Kontrastgarn und vor allem von dem Nylonfaden, weil ich den nur mit roher Gewalt nachher wieder herausziehen kann.

Heraus kam: Anschlag mit Maschenweite 0, Bündchen 50 Reihen mit 1 re/1 li mit MW 1 (den Bund kann man dann nachher umschlagen, finde ich sehr kuschelig), Schaft 120 Runden mit MW 5. Mehr Runden schaffe ich nicht, weil ich dann nicht mehr meine Hand hineinbekomme zum Nachhängen der Gewichte beim Fersenstricken. Ein Paar ist fertig und Bild folgt.

Aber frustriert war ich gestern doch mal wieder. Nachdem dieses Prototyp-Paar relativ reibungslos von der Maschine gefallen ist, wollte ich noch ein zweites Paar stricken und nach Beendigung der ersten Socke stelle ich fest, daß an der Ferse zwei Maschen gefallen sind. Warum nur? Außerdem ist der Fall wieder eingetreten, daß bei den zwei glatt rechten Reihen vor dem dem Umhängen zum Rundstricken wieder manche Randmaschen nicht abstricken. Das ist es, was mich an der Strickmaschine immer wieder ärgert bzw. verunsichert. Es gibt für mich noch kein klares "Wenn.....Dann". Ich sehe nur immer das DANN ohne zu wissen, welches WENN dem zuzuordnen wäre. Ich weigere mich zu akzeptieren, daß es Dinge gibt, die einfach so passieren. Auch weibliche Strickmaschinen müssen einer gewissen Logik unterliegen.

... link (5 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 27. März 2005, 21:15h
Infiziert?
Das PE und Familie waren heute zum Osterbrunch bei uns und sie hat ein Paar Socken an meiner Strickmaschine für ihren Mann gestrickt. Okay, ich habe die Fersen gemacht und noch die ein oder andere schwierige Stelle aber sie war ganz tapfer und hat die Bandspitze selbst gemacht. (siehe Foto) Und die Schäfte und Füße sowieso.
Vielleicht nimmt sie mir meine alte Singer ab, die vermodert eh unter dem Bett.

Und noch etwas habe ich heute bei PE entsorgt. Den RVO für Enja :-)
Der wird jetzt aufgezogen und aus der Wolle was Neues gestrickt. Aber nicht von mir, der Kelch geht an mir vorüber. Ist doch auch eine Lösung, oder? Ich fühle mich jetzt jedenfalls besser und habe gleich was anderes angefangen.
Wie war das doch mit dem Lustprinzip? Ich fröne ihm jedenfalls im Moment ausgiebig.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Samstag, 26. März 2005, 20:17h
Merke
Man braucht 30 rohe Eier, um bei Mithilfe durch zwei Kleinkinder 20 hartgekochte, gefärbte Eier zu erhalten.

Morgen gibts Rührei ;.)

Frohe Ostern euch allen.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Freitag, 25. März 2005, 09:23h
Ansprüche
Ich bin wieder online. Endlich. Aber so schlimm war es nicht. Man kann auch ohne Internet leben, so unglaublich es manchmal scheint ;-)

In den letzten Tagen habe ich fast gar nichts gestrickt. Schon gar nicht den zweiten Ärmel. "Nur" ein Paar Socken für meinen Mann. Und da habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, daß ich ja NUR ein Paar Socken gestrickt habe. Ja HALLO????? Früher fand ich es prima, daß ich Socken fertig bekommen habe und heute ist das was, wofür man sich vor sich selbst rechtfertigen muß? Was ist mit mir passiert? Habe ich mir in den letzten Jahren einen Leistungsdruck gemacht? Für ein HOBBY???

Das muß eindeutig anders werden oder was denkt ihr darüber? Natürlich ist es schön, wenn man was fertig bekommt und schafft, was man sich vorgenommen hat. Aber: Muß man sich bei dem Gefühl eines schlechten Gewissens ertappen, wenn man abends in der Strickzeit ein Buch liest?

Ich weiß nicht, ob ich mich dauerhaft davon freimachen kann aber ich werde mich in Zukunft in dieser Beziehung besser beobachten und meine Gedanken und Gefühle diesbezüglich überdenken.

... link (2 Kommentare)   ... comment


Montag, 21. März 2005, 18:22h
Nach Diktat verreist
Hallo, hier ist Nicole. Ich habe Susan gerade die vielen lieben Kommentare vorlesen müssen, weil ihr Computer kaputtgegangen ist. Sie hat sich waaaaaaaaahnsinnig gefreut und gar nicht damit gerechnet, so viele mitfühlende nette Kommentare zu bekommen. Seid alle lieb von ihr gegrüßt, da jetzt eine kleine Zwangs-Blogpause eintreten wird, die das Wombel mit Rasenmähen und Stricken verbringen wird (Thema: rechter Ärmel). Viele liebe Grüße, gezeichnet, Nicole.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Heimweh
Gestern wollten wir mit den Kindern was unternehmen. Aber was? Wenn man sich in der neuen Heimat *hüstel* noch nicht auskennt, ist das schwierig. Also gegoogelt und den Luisenpark in Mannheim gefunden. Der ist auch aus einer Bundesgartenschau entstanden wie der Westfalenpark in Dortmund und der Grugapark in Essen. Und die beiden kenne ich gut.

Also Bütterchen und Apfelschorle eingepackt und auf gings. Nachdem wir uns bestialisch verfahren haben (Nein, nur RICHTUNG Heidelberg, nicht NACH Heidelberg) war der Tag und der Park sehr schön.
Aber gerade weil dieser Park sehr ähnlich den beiden anderen ist, habe ich mal wieder schreckliches Heimweh bekommen. Ich will nachhause. Ich habe mich in den ganzen Monaten nicht eingelebt und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ich hier alt werden will. Das Schlimmste ist der Dialekt. Ich kann nicht begreifen, daß man einen so grausamen Dialekt derartig intensiv pflegt. Bayrisch lasse ich mir noch gefallen und auch hoch im Norden spricht man für mein Ohr sehr angenehm. Aber hier? Dieses "gewißt" und "gedenkt" und dieses sinnbefreite "Ala" nach jedem Satz, da rollen sich mir regelmäßig die Fußnägel hoch. Am Schlimmsten ist es immer, wenn ich mit den Kindergartenmuttis zusammensitze. Da bekomme ich regelrecht Kopfschmerzen und denke mir regelmäßig, daß ich in einem ganz falschen Film bin.

Es ist so arg, daß ich schon über eine Wochenendehe nachgedacht habe. Ich mit den Kindern in Wuppertal oder Essen und mein Mann hier bei der Arbeit. Aber das ist wohl auch nicht die Lösung. Vielleicht ergibt sich ja mal was für meinen Mann in der Heimat. Aber wahrscheinlich ist es nicht, dafür ist die Branche zu klein. *seufz*

Sorry fürs Zutexten.

... link (12 Kommentare)   ... comment


2.Ärmel-Problem
Es hat mich wieder erwischt, das 2.Ärmel-Problem. Enjas RVO könnte schon seit Mittwoch dicke fertig sein. Aber.....
Ich habe den ersten Ärmel nicht rund gestrickt sondern mal ausprobiert wie das ist, wenn man ihn in Reihen strickt und nachher zusammennäht. Naja, die ersten 5 Reihen waren eine Katastrophe und dann ging es sehr gut. Aber: das Garn ist etwas dicker und die Naht.... naja es wäre besser gewesen, ich hätte mich doch durchs Rundstricken geplagt. Außerdem habe ich anprobiert und den Ärmel ausgemessen als der Kragen noch nicht dran war. Da die Wolle Seide/Baumwolle ist und daher etwas labberig und der Aussschnitt jetzt durch den Rollrand erst seine richtige Weite und Form hat, sind die Ärmel etwas kurz geraten. Nicht richtig ZU kurz aber halt auch nicht so lang, wie ich sie haben wollte. Außerdem hätte der Rollrand auch ein paar Reihen mehr haben können.
Mit einem Wort: Es ist der Wurm drin.

Aufribbeln ist nicht mein Ding, das mache ich fast nie. Wenn was nicht stimmt, dann soll es nicht sein. Basta. Also werde ich mich durch den zweiten Ärmel quälen und hoffen, daß wenigstens Enja den Pulli mag. Ich habe seit dem ersten Ärmel ein gestörtes Verhältnis dazu.

Als Verzögerungstaktik stricke ich an einer Socke aus Lornas Laces für meinen Mann.

... link (0 Kommentare)   ... comment